MSC Patran FAQs

MSC Patran FAQ

Hier erhalten Sie Allgemeine Infos zu MSC Patran – von der Installation √ľber eine Einf√ľhrung in Patran bis hin zu den Grundeinstellungen der Datenbank.

Welche grundlegenden Hinweise sind zur Bedienung von Patran hilfreich?

1) Heartbeat

Eine Kugel rechts oben im GUI (Heartbeat) zeigt den aktuellen Programmstatus an. Ist der Heartbeat grau, ist das Programm bereit f√ľr weitere Befehle. Dreht sich der Heartbeat und das Symbol erscheint blau, ist das Programm mit einer Operation besch√§ftigt, kann aber mit¬†Home¬†‚Üí¬†Defaults¬†‚Üí¬†Abort¬†unterbrochen werden. Dreht sich der Heartbeat und das Symbol erscheint blau, ist das Unterbrechen der Operation nicht m√∂glich. So lange nach dem Schlie√üen von Patran der Heartbeat noch am Desktop sichtbar ist, ist eine Patran-Lizenz belegt.

2) Speichern

Befehle, die mit -Apply- ausgef√ľhrt werden, ver√§ndern die Datenbank. Es kann immer nur der letzte Befehl mit Undo r√ľckg√§ngig gemacht werden.

Erst nach der vollst√§ndigen Ausf√ľhrung eines Befehls wird die Datenbank automatisch aktualisiert, d.h. regelm√§√üiges Abspeichern ist nicht erforderlich. Es wird kein Befehl im Command Window angezeigt. Nur beim Speichern des Users erscheint der Befehl uil_primary_file.db_save(¬†¬†) und der Kommentar $# Reclaimed xx MB of xxx MB, was bedeutet dass sich erst dann die get√§tigten √Ąnderungen in Dateigr√∂√üe und √Ąnderungsdatum auswirken!

3) Auto Execute

Mit Hilfe von Auto Execute kann das (mehrmalige) Ausf√ľllen von Eingabeformularen beschleunigt werden, sobald man sich mit der Programmbedienung vertraut gemacht hat. Der Cursor springt nach einer g√ľltigen Eingabe ins n√§chste Feld, nach der letzten Eingabe wird der Befehl automatisch ausgef√ľhrt. Der Cursor springt wieder zum ersten Eingabefeld.

4) Quick Access Toolbar

Schnellen Zugriff auf h√§ufig ben√∂tigte Befehle, bietet die Quick Access Toolbar unabh√§ngig vom gerade aktiven Befehl oder Reiter. Durch Rechtsklick auf ein gew√ľnschtes Icon kann dieses mit Add to Quick Access Bar dort abgelegt werden.

Wie sind die Maustasten belegt und wie funktioniert das Modellhandling?

Die linke Maustaste dient zur Auswahl (Picking) von Entities. Die rechte Maustaste ruft an jeder Stelle im GUI (Hintergrund oder FE-Modell) ein Men√ľ mit wichtigen Befehlen auf.

Die mittlere Maustaste dient zum Modellhandling. Mit Strg + mittlerer Maustaste wird hinein- oder hinausgezoomt, mit Shift + mittlere Maustaste wird verschoben. Zum Drehen wird nur die mittlere Maustaste benötigt. Per Default (Preferences → Mouse…) ist die Funktion Mouse rotate XY ausgewählt, die mittlere Mousetaste kann aber auch mit einer anderen Funktion belegt werden: Home → Transforms → Mouse rotate Z, Mouse translate XY, Mouse zoom. Per Default erfolgt das Drehen um den globalen Koordinatenursprung, mit Home → Viewport → Rotation center kann ein Point oder Node als Drehpunkt ausgewählt werden.

Mit¬†Viewing¬†‚Üí¬†Transformations‚Ķ¬†erfolgt das Modellhandling in definierten Schritten. Die Schrittweite wird entweder mit Options‚Ķ oder √ľber Preferences ‚Üí Mouse‚Ķ ‚Üí Transformation Options‚Ķ festgelegt (√∂ffnet das identische Fenster).

Wie kann die Dicke von Schalenelementen angezeigt werden?

W√§hrend Balkenelemente relativ einfach und dynamisch mit ihrem realen Querschnitt dargestellt werden k√∂nnen, ist diese Darstellung f√ľr Schalenelemente in Patran aufw√§ndiger. Sowohl¬†Utilities¬†‚Üí¬†Properties¬†‚Üí¬†3D Plate Thickness ‚Ķ¬†als auch¬†Utilities¬†‚Üí¬†Display¬†‚Üí¬†Display Shell Thickness ‚Ķ¬†f√ľhren zum gleichen Befehl. Dieser erzeugt mit Show As: Hex/Wedge Elms Solid-Elemente, deren H√∂he die Dicke der Schalenelemente repr√§sentiert. Alternativ k√∂nnen auch die Oberfl√§chen der √§u√üeren Grenzfl√§chen erzeugt werden.

Erzeugt wird eine neue Group mit Solid-Elementen ohne Zuordnung zu den zugrundeliegenden Schalenelementen. Das bedeutet, dass bei jeder √Ąnderung der Shell Properties (Dicke oder Offset) die Solid-Elemente neu erzeugt werden m√ľssen! Diese Solid-Elemente dienen ausschlie√ülich der Visualisierung, weshalb sie auch keine Properties zugewiesen bekommen. Sie f√ľhren beim Rausschreiben eines Jobs zur Fehlermeldung: Some elements in the model have no types or properties defined, um sie nicht irrt√ľmlich mit rauszuschreiben. Es ist daher auch nicht m√∂glich, auf diesen Solid-Elementen Results anzuzeigen.

Wie kann eine Datenbank mit Hilfe von Groups effizient organisiert werden?

Beim Erstellen einer neuen Datenbank ist eine Group mit dem Namen default_group automatisch vorhanden. Alle neu erzeugten Entities oder importierten Daten werden der Current Group zugeordnet. Die Current Group kann mit Group → Set Current… eingestellt werden und wird in der Titelleiste der Grafikanzeige genannt. Bei der Erzeugung einer neuen Group mit Group → Create… kann die Option Make Current ausgewählt werden, um diese neue Group zur Current Group zu bestimmen, automatisch wird die erste Group aus der Selektion verwendet.

Je nach Geometrie-Datenformat werden beim Fileimport automatisch Groupen erzeugt. Es wird immer (zusätzlich) eine default_group erstellt, die alle Entities enthält. Übliche Importformate sind:
IGES: besitzt nur Geometrieinformationen
STEP, Parasolid: haben in der Regel Bauteilinformationen hinterlegt
Nastran-Inputfiles: Properties werden in unterschiedliche Groups aufgeteilt

Es wird empfohlen, vor dem Fileimport Groups zu erzeugen, wenn f√ľr bestimmte Bauteile oder Baugruppen separate Import-Files vorliegen. Eine mehrstufige Modellorganisation in Baugruppen und Bauteile, wie aus zahlreichen CAD-Programmen bekannt, existiert in Patran allerdings nicht, d.h. es k√∂nnen keine Untergruppen zu Groups definiert werden.

Home → Model Tree → Show/Hide Model Tree zeigt links von den Viewports den Model Browser an, der alle Materials, Properties usw. inclusive der Groups auflistet. Auch hier können Groups ein- und ausgeblendet werden.

Elemente k√∂nnen beliebig vielen Groups zugeordnet sein. Das Zuordnen von Entities zu Groups kann mit¬†Group ‚Üí Move/Copy‚Ķ¬†erfolgen oder (effizienter) ist der Befehl¬†Group ‚Üí Modify‚Ķ, wo die Member List to Add/Remove mit allen verf√ľgbaren Picking-Optionen selektiert werden kann. Unter Target Group to Modify kann zun√§chst jene Group ausgew√§hlt werden, zu denen die Members mit -Add- hinzugef√ľgt werden sollen, danach jene aus der sie mit -Remove- entfernt werden sollen.

Zu beachten ist, dass bei der Zuordnung von Elementen zu Groups die zugeh√∂rigen Nodes NICHT automatisch zugeordnet werden! Dies muss der User mittels¬†Utilities ‚Üí Group ‚Üí Group Reorganize‚Ķ ‚Üí Add To Group by Association ‚Üí Nodes/FEM¬†selbst durchf√ľhren.

Um die Groups optisch unterscheiden zu können, kann jeder Group eine Farbe zugeordnet werden: Display → Entity Color/Label/Render… → Entity Coloring and Labelling: Group. Unter Target Group wird die entsprechende Group markiert und unter Shade Color eine von 16 Standard-Farben entsprechend der Color Table ausgewählt.

Groups sind nicht nur bei der Modellorganisation hilfreich, sondern auch bei der Berechnung. Mit Analysis → Object: Selected Group kann mittels Select Group… EINE EINZIGE Group ausgewählt werden, die beim Erstellen des Nastran-Inputfiles rausgeschrieben wird.

Wie ist die Schalennormale definiert?

Die Schalennormale zeigt von der Schalenunterseite zur Schalenoberseite. Zu beachten ist, dass in Patran/Nastran die Schalenoberseite (Top, Face 1) ‚ÄěZ2‚Äú und die Schalenunterseite (Bottom, Face 2) ‚ÄěZ1‚Äú genannt wird.

Wie können RBE2- bzw. RBE3-Elemente erzeugt und konvertiert werden?

Die Erzeugung von RBE2-Elementen erfolgt meist √ľber¬†Finite Elements: Create¬†‚Üí¬†MPC¬†‚Üí¬†RBE2. Unter Define Terms muss der User zun√§chst die zugeh√∂rigen DOFs ausw√§hlen und die Dependent Nodes picken, danach den Independent Node. F√ľr RBE3-Elemente ist die Reihenfolge der Nodes genau umgekehrt.

Eleganter funktioniert die Erzeugung von RBE2- bzw. RBE3-Elementen mit dem Befehl Utilities → FEM-General → RBE2/RBE3 Spider … Wird die Option Auto Create Reference Node gewählt, muss kein Dependent Node gepickt werden. Es wird im geometrischen Zentrum der Dependent nodes der Reference Node erzeugt.

Will man eine RBE2- in ein RBE3-Element konvertieren (und umgekehrt), ist dies mit dem Befehl¬†Utilities¬†‚Üí¬†FEM-General¬†‚Üí¬†Modify MSC.N RBE2/RBE3 ‚Ķ¬†m√∂glich. W√§hlen Sie Action: Convert und Object: RBE2 to RBE3 (oder umgekehrt) und MPCs: Selected f√ľr einzelne zu konvertierende Multipoint Constraints.

Wie wird eine Total Load definiert?

Eine Total Load wird mit dem Befehl Load/Boundary Conditions: Create → Total Load → Element Uniform erzeugt. Sie ist eine GESAMTLAST, die auf einen größeren Elementbereich aufgebracht wird und in Summe der unter Input Data… (entweder als Konstante oder LBC Field) eingegebenen Lasten entspricht:

–¬† 1D: Load

–¬† 2D: Surf Load, Edge Load

–¬† 3D: Load

So wird z.B. bei Schalenelementen eine Surf Load (Oberflächenlast) als Drucklast auf die Summe aller unter Select Application Region… ausgewählten Elementflächen berechnet: Total Load = Scale Factor * SQRT (X^2 + Y^2 +Z^2).

Im .bdf-File wird diese Total Load als PLOAD4 (Pressure Load on Surface and Faces of Solid Elements) rausgeschrieben.

Wie erfolgt ein DOF Release an Beam Elementen?

M√∂chte man Kr√§fte/Deformationen an einem Beam nicht √ľbertragen, so gibt es in Nastran die
M√∂glichkeit die Degrees of Freedom (DOF) direkt an den 1D-Elementen (CBEAM, CBAR) freizugeben. Dies erfolgt in Patran √ľber die Definition der Beam Properties. Die Verbindung zwischen dem Verbindungspunkt und dem ausgew√§hlten Freiheitsgrad des Balkens wird
entfernt. Die Freiheitsgrade beziehen sich auf das lokale Koordinatensystem des Elements.

Achtung: Die Freigabe der DOFs an RBEs ist mit Vorsicht zu genie√üen und eine kritische √úberpr√ľfung der Ergebnisse ist zwingend erforderlich.

Wie werden Solidelemente (PSOLID) in Kombination mit einer Flächenlast richtig definiert?

Um Solidelemente mit einer Fl√§chenlast fehlerfrei zu definieren (Element Properties ‚Üí Create ‚Üí 3D ‚Üí Solid), m√ľssen neben dem Materialnamen (Material Name) auch folgende Parameter gesetzt werden: Mater. Orientation, Integration Network, Integration Scheme und Nonlinear Formulation. Beim Erstellen einer 3D Solidproperty in APEX oder Patran wird standardm√§√üig nur der Name vergeben. M√∂chte man dann Solidelemente in Kombination mit einer Fl√§chenlast rechnen, ergibt das einen FATAL Error (USER FATAL MESSAGE 4577).

F√ľr weiter Informationen siehe MSC Nastan Dokumentation „PSOLID“.

Wie wird eine Wassersäulenlast erzeugt / definiert?

Dies wird √ľber eine Spatial Field Function definiert. Jene ist unter Loads/BCs ‚Üí LBC Fields ‚Üí Create Spatial Function zu finden. In diesem Menu kann unter anderem der Name der Last definiert werden (Field Name).
Die Scalar Function ist die Funktion bzw. das Feld f√ľr die Formeleingabe.

Wie wird eine Beulrechnung aufgesetzt?

Beulen (Buckling) wird als Solution 105 gef√ľhrt und kann unter Analyze ‚Üí Object: Entire Model ‚Üí Method: Analysis Deck ‚Üí Solution Type‚Ķ ge√§ndert werden.
Möchte man als Ausgabe z.B. 10 Ergebnisse erhalten, so befindet sich diese Einstellung unter Solution Parameters… → Eigenvalue Extraction… → Number of Desired Roots.
Zu beachten ist, dass bei einem Kontakt nur Glue m√∂glich ist und Touch nicht unterst√ľtzt wird!

Die Beulkraft (FB) resultiert aus einer Multiplikation, wobei einer der beiden Faktoren der Beulfaktor (őĽ) und der anderen Faktor die Last (F0) ist.

Welche Elementeigenschaften sind notwendig, bevor eine Nastran-Berechnung gestartet wird?

1) Pr√ľfung der Elementeigenschaften

Wenn beim Schreiben des .bdf-Files die Fehlermeldung:¬†‚ÄěSome elements in the model have no types or properties defined. Do you wish to continue with the translation?‚Äú¬†erscheint, sind im Modell Elemente enthalten, denen keine Elementeigenschaften zugewiesen wurden. Diese werden nicht in das .bdf-File geschrieben. Um betroffene Elemente rasch zu finden, erzeugt der Befehl¬†Utilities¬†‚Üí¬†Group¬†‚Üí¬†Group Elements With No Properties¬†eine Group ‚Äěprop_NO_PROPERTIES‚Äú.

Hilfreich bei der Pr√ľfung von Elementeigenschaften ist weiters der Befehl:.
Finite Elements: Show¬†‚Üí¬†Element¬†‚Üí¬†Attributes. Angezeigt werden neben der Element ID die Topology (Elementtyp), Material und Property Set. F√ľr Schalenelemente bietet sich¬†Element Properties: Show¬†an, um z.B. Plate Offset oder Thickness f√ľr das gesamte (eingeblendete) Modell anzuzeigen.

Bei Schalenelementen m√ľssen die Schalennormalen √ľberpr√ľft werden; diese sollten √ľblicherweise f√ľr jedes Blechfeld identisch sein. Meist sind unterschiedliche Orientierungen bereits aus der farblichen Darstellung erkennbar. Die Kontrolle erfolgt mittels¬†Finite Elements: Verify¬†‚Üí¬†Element¬†‚Üí¬†Normals, wir empfehlen v.a. bei T-St√∂√üen zus√§tzlich die¬†Display Control: Draw Normal Vectors. Test Control: Display Only zeigt die Schalennormalen als Vektorpfeile an, Reverse Elements invertiert falsche Schalennormalen automatisch entsprechend dem gew√§hlten Guiding Element. Einzelne Elemente k√∂nnen auch mit dem Befehl Finite Elements:¬†Modify¬†‚Üí¬†Element¬†‚Üí¬†Reverse¬†invertiert werden.

2) Pr√ľfung der Elementqualit√§t

Elemente mit schlechter Qualit√§t f√ľhren entweder zu fehlerhaften Ergebnissen oder sogar dazu, dass bei der Berechnung mit einer Fehlermeldung abbricht. Diese Pr√ľfungen sind je nach Elementtyp unterschiedlich, z.B. f√ľr Trias werden Aspect Ratio und Skew Angle √ľberpr√ľft. Wichtig: alle Pr√ľfungen werden immer nur f√ľr die¬†Current Group¬†ausgef√ľhrt!

Finite Elements: Verify¬†‚Üí¬†Tria¬†‚Üí¬†Aspect¬†wird per Default auf eine Aspect Ratio >= 5 gepr√ľft, d.h. auf das Verh√§ltnis zwischen l√§ngster und k√ľrzester Seite eines Tri-Elements. Element Plot Options: Color Code Elements zeigt die Aspect Ratio der Elemente als Fringe Plot an, Plot Failed Elements Only zeigt nur die schlechten Elemente an.

Finite Elements: Verify¬†‚Üí¬†Tria¬†‚Üí¬†Skew¬†pr√ľft per Default auf einen Skew Angle <= 10¬į, d.h. auf zu kleine Winkel innerhalb eines Tri-Elements.

Finite Elements: Verify¬†‚Üí¬†Tria¬†‚Üí¬†All¬†pr√ľft neben Aspect Ratio und Skew Angle auch Normal Offset und Tangent Offset und zeigt schlechte Elemente orange „gehighlighted“ an.

Welche Modellpr√ľfungen sind notwendig, bevor eine Nastran-Berechnung gestartet wird?

Knoten, die keinem Element zugeordnet sind, bezeichnet man als lose oder unben√ľtzte Knoten.¬†Unused Nodes¬†werden ins Nastran-Inputfile geschrieben und k√∂nnen zu Fehlermeldungen bei der Berechnung f√ľhren. Sie k√∂nnen automatisch im gesamten Modell gel√∂scht werden:¬†Utilities¬†‚Üí¬†FEM-Nodes¬†‚Üí¬†Remove Unused Nodes. Nicht gel√∂scht werden dabei Nodes, auf denen Lasten, Randbedingungen oder Multipoint Constraints definiert sind.

Nodes mit (näherungsweise) identischen Koordinaten entstehen bei verschiedenen Vorgängen während der Modellerstellung, wie z.B. Spiegeln, Kopieren, Sweepen von Elementen usw. Hierbei werden zunächst separate Node-IDs erzeugt. Ein FE-Netz wird aber nur dann als zusammenhängend erkannt, wenn sich benachbarte Elemente die gleichen Nodes teilen (gleiche Node-ID bzw. GRID-ID).

Nicht zusammenh√§ngende Bereiche k√∂nnen mit dem Befehl Finite Elements:¬†Verify¬†‚Üí¬†Element¬†‚Üí¬†Boundaries¬†gefunden werden, der die Free Edges im gesamten (eingeblendeten) Modell angezeigt. Free Edges k√∂nnen entweder Randbereiche oder nicht zusammenh√§ngende Bereiche im Modell darstellen. An diesen unerw√ľnschten Free Edges finden sich meist nicht zusammenh√§ngende Nodes, die mittels Equivalence zu einem gemeinsamen Node zusammengefasst werden m√ľssen. Mit Reset Graphics kommen Sie zur vorherigen Modelldarstellung zur√ľck.

Finite Elements:
–¬† Equivalence¬†‚Üí¬†All: wenn im gesamten Modell keine absichtlich separat erzeugten (!) Nodes innerhalb der Equivalencing Tolerance existieren
–¬† Equivalence¬†‚Üí¬†Group: wenn z.B. Nodes in unterschiedlichen Groups getrennt bleiben sollen
–¬† Equivalence¬†‚Üí¬†List: wenn nur bestimmte selektierte Nodes equivalenced werden sollen

Mit Preview werden die Nodes innerhalb der Equivalencing Tolerance mit rosa Markern angezeigt. Diese Einstellung kann verändert werden: Preferences → Graphics… → Marker Color, Marker Size.

Doppelte Elemente, bei denen alle Nodes identisch sind, treten (unerw√ľnscht) nach Vervielf√§ltigungen des Modells auf, oder (z.T. erw√ľnscht) bei Schalenmodellen auf. Sie k√∂nnen mit dem Befehl¬†Verify¬†‚Üí Element¬†‚Üí¬†Duplicates¬†gefunden werden.

Wie und weshalb werden Reaktionskräfte angezeigt?

Eine wichtige Kontrolle der gew√§hlten Randbedingungen und aufgebrachten Lasten ist die √úberpr√ľfung der Reaktionskr√§fte.¬†Die Summe aller aufgebrachten Lasten muss der (komponentenweisen) Summe der Reaktionskr√§fte mit umgekehrtem Vorzeichen entsprechen. Reaktionskr√§fte (Constraint forces) k√∂nnen nur an Nodes auftreten, an denen Randbedingungen (Einspannungen) der entsprechenden Freiheitsgrade gesetzt wurden.

Wird beim Schreiben eines Linear Static Nastran-Jobs (SOL 101) mit¬†Analysis: Analyze¬†‚Üí¬†Entire Model¬†‚Üí¬†Analysis Deck¬†ein Subcases‚Ķ aus einem Available Load Case mit Action: Create erzeugt, m√ľssen die gew√ľnschten Ergebnisse unter Output Requests‚Ķ ausgew√§hlt werden. Per Default sind hier bereits die Output Requests DISPLACEMENT, STRESS und SPCFORCES ausgew√§hlt. Der Output Request SPCFORCES steht f√ľr den Result Type Constraint Forces (Reaktionskr√§fte).

Angezeigt werden die Reaktionskräfte unter Results: Create → Marker → Vector. Wählen Sie unter Select Vector Result: Constraint Forces, Translational und Show As: Component entweder alle drei oder nur eine der Komponenten XX, YY und ZZ aus. Die Vektoren werden entsprechend ihrer Beträge eingefärbt.

Wie werden Results im Fringe Plot angezeigt?

Der Fringe Plot bietet gegen√ľber dem Quick Plot zus√§tzliche Optionen. Unter¬†Results: Create¬†‚Üí¬†Fringe¬†wird bei Select Fringe Result z.B. Stress Invariants, Von Mises und die gew√ľnschte(n) Position(s) ausgew√§hlt.

Im Reiter Plot Options finden Sie wichtigen Attribute, die z.B. bei T-Stößen mit unterschiedlicher Wanddicke zu beachten sind, um die Ergebnisse korrekt anzuzeigen.
Mit den Default-Einstellungen¬†Domain: All Entities¬†und¬†Extrapolation: Shape Fn.¬†werden die Ergebnisse auch √ľber angrenzende Elemente gemittelt. Das ist oftmals schlichtweg falsch!
Mit den empfohlenen Einstellungen¬†Domain: None¬†und¬†Extrapolation: Average¬†wird nicht √ľber angrenzende Elemente, daf√ľr aber innerhalb des jeweiligen Elements gemittelt.

Was ist der Unterschied zwischen Read und Attach Output2?

Beim Reinladen von Nastran-Ergebnis-Files (.op2) gibt es zwei M√∂glichkeiten:¬†Analysis: Access Results¬†‚Üí¬†Read Output2¬†oder¬†Attach Output2. Read bedeutet, dass die Ergebnisse als Result Cases hereingeladen werden und diese einzeln wieder gel√∂scht werden k√∂nnen. Wird die Patran-Datenbank in einen anderen Dateiordner verschoben, sind die Result Cases weiterhin verf√ľgbar. Attach h√§ngt das .op2-File an die Patran-Datenbank an, hierzu m√ľssen .db und .op2 im gleichen Dateiordner liegen.

Um ein .op2-File zu erzeugen, muss im .bdf-File entweder PARAM POST 1 oder PARAM POST -1 stehen. Ein mit PARAM POST 1 erzeugtes .op2-File kann attached werden, bei PARAM POST -1 ist nur Read möglich!

Wie werden Results im Quick Plot angezeigt?

Im Befehl Results: Create → Quick Plot können alle in der Nastran-Berechnung angeforderten Ergebnisse bei Select Fringe Result ausgewählt werden. Bei einigen Spannungsergebnissen z.B. Stress Invariants bzw. Stress Tensor besteht die Möglichkeit, diese entsprechend den Shell-Layers darzustellen. Es ist per Default Position…(At Z1) vorausgewählt, das dem Top Layer (obere Randfaser in Richtung der positiven Schalennormale) entspricht. Die maximalen Spannungen können aber auch im Layer Z2 auftreten.

Daher wird empfohlen, unter Position die Positionen At Z1 und At Z2 und Option: Maximum auszuwählen.

Nur bei Modellen (bzw. angezeigten Groups), die Shells UND SOLIDS enthalten, sollte zusätzlich (NON-LAYERED) ausgewählt werden. Ansonsten wird kein Results Plot dargestellt, und es erscheint im Command Window folgende Fehlermeldung: $#     There are no results available for the targeted entities.

Unter Select Deformation Results wird das Ergebnis ausgew√§hlt, auf dessen Basis das Modell verformt dargestellt wird; in den meisten F√§llen ist dies Displacements, Translational. Im Reiter Fringe Attributes wird die Einstellung Fringe Edges: schwarz und Display: Free Edges (bei feinem FE-Netz) oder Element Edges (wenn Elementkanten dargestellt werden sollen) empfohlen. Im Reiter Deform Attributes wird Scale Interpretation¬†‚Üí¬†True Scale mit dem gew√ľnschten Scale Factor (D-Scale) empfohlen.
Die defaultm√§√üig aktive Einstellung Show Undeformed auszuschalten macht den Quick Plot √ľbersichtlicher.

Wie können ABAQUS/ANSYS/Marc/… Daten in Patran importiert werden?

Folgende Datenformate können in MSC Patran importiert werden: ABAQUS, ANSYS 5, MSC.Marc, MSC.Nastran, MSC.Dytran, MSC.Patran Thermal, MSC Sinda, PATRAN 2 NF, LS-DYNA3D, PAMCRASH, SAMCEF

Um diverse Daten anderer Programme in Patran importieren zu k√∂nnen muss unter Preferences ‚Üí Analysis ¬ā‚Üí Analysis Code ¬Éauf z.B. ABAQUS¬Ą gestellt und mit OK ¬Öbest√§tigt werden. Dadurch wird die MSC.Nastran Datenbank zu einer ABAQUS Datenbank.

Unter Analysis ¬Üund dem Menu Action: Read Input File und Object: Model Data wird unter Select Input File ¬Čdie entsprechende Abaqus Datei ausgew√§hlt und mit Apply beginnt der Import.

Nach dem Import muss die Datenbank wieder auf MSC.Nastran zur√ľckgestellt werden. Hierzu wieder unter Preferences ‚Üí Analysis ¬ā‚Üí Analysis Code ¬Éauf MSC.Nastran stellen und mit OK best√§tigen.

Ansprechperson

Dr. Wolfgang Krach

+43 1 974 89 91-11