Digimat

MSC Digimat

Das digitale Materiallabor schlie√üt die L√ľcke zwischen Spritzguss und Strukturmechanik und ber√ľcksichtigt herstellungsprozessbedingte Einfl√ľsse in Form von Faserorientierungen.

Der klassische Konstrutionsansatz von spritzgegossenen Bauteilen aus Kunststoff l√§sst den Herstellungsprozess au√üer Acht. Gerade bei partikel- oder kurzfaserverst√§rkten Composites beeinflusst die Herstellung und Produktion aber das sp√§tere Verhalten. Der Herstellungsprozess kann die Mikrostruktur und damit auch das Verhalten unter Belastung √§ndern. Die unterschiedliche Orientierung der Partikel f√ľhrt sowohl zu einer signifikanten Variation der lokalen Materialsteifigkeiten als auch zu anisotropem Verhalten. Aus diesem Grund muss eine realistische Simulation den Herstellungsprozess als Grundlage nehmen, die daraus resultierenden Eigenschaften auf Materialebene ableiten und diese dann auf die Bauteilebene √ľbertragen. Die Softwarel√∂sung Digimat kann genau das leisten.

Digimat erm√∂glicht es, den Spritzguss in der Strukturmechanik √ľber eine anisotrop nichtlineare Materialbeschreibung zu ber√ľcksichtigen. Mit den virtuell spritzgegossenen Bauteilen k√∂nnen strukturmechanische Berechnungen unter Ber√ľcksichtigung der prozessabh√§ngigen, lokalen Glasfaserorientierung durchgef√ľhrt werden. Digimat generiert Mikrostrukturen und erlaubt, diese in Finite Elemente (FE)-Solvern wie zum Beispiel¬†MSC Nastran¬†oder¬†Marc¬†im Detail zu untersuchen. Dar√ľber hinaus bietet Digimat die M√∂glichkeit, Composites mittels Homogenisierungstechnologien im linearen und nichtlinearen Materialverhalten zu studieren und zu bewerten. So lassen sich aus der Simulation sowohl direkt auf der Mikroebene des Materials als auch f√ľr das makroskopische Verhalten auf Bauteilebene wertvolle Erkenntnisse gewinnen.

Digimat stellt Materialmodelle zur Verf√ľgung, die das Verhalten von Werkstoffen auf Grundlage ihrer Mikrostruktur vorhersagen. F√ľr jede g√§ngige Werkstoff-Charakteristik steht eine Beschreibung zur Verf√ľgung, egal ob es sich um einfache Elastoplastizit√§t, Dehnratenabh√§ngigkeit oder auch thermomechanisches Verhalten handelt. Typische Problemzonen wie Binden√§hte k√∂nnen beschrieben werden. Aus dem Material resultierende Auswirkungen wie eine Erh√∂hung des Glasfaseranteils lassen sich nicht nur gezielt simulieren, sondern auch optimieren. Mit Digimat erfolgt eine Auswertung der FE-Ergebnisse nie unabh√§ngig von der Lage der Glasfasern. Digimat zeigt die Faserlage so, wie sie auf das Strukturnetz √ľbertragen und tats√§chlich in der FE-Analyse verwendet wird. Die Auswertung erfolgt also immer abh√§ngig vom Material und dem Prozess der Herstellung.

Mehr Informationen √ľber Digimat finden Sie auf der MSC Website.

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Ansprechperson

Dr. Wolfgang Krach

+43 1 974 89 91-11